Neues aus „Multikultopia“: Ausbildung von Türken bei Türken
Werbefilmchen im türkischen Fernsehen für 128.000 Euro
(Stuttgart) Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) ist mal wieder in Sorge: „Von den rund 13.000 türkischen Betrieben in Baden-Württemberg bilden nur knapp 2.000 aus. Die bisherige Ausbildungsquote bei türkischen Betrieben liegt damit nur halb so hoch wie die Durchschnittsquote aller Betriebe. Vielen türkischen Betriebsinhabern ist die Möglichkeit auszubilden offenbar nicht hinreichend bekannt“.
Um dies zu ändern, hatten er und seine Berater im Wirtschaftsministerium eine bahnbrechende Idee: Bereits seit Mai werden im türkischen Fernsehen, das auch in Deutschland zu empfangen ist, Werbefilmchen ausgestrahlt, die türkische Firmeninhaber im Ländle dazu ermuntern sollen, Kapazitäten für Auszubildende bereitzustellen – selbstverständlich ausdrücklich für türkische Auszubildende. Denn, so der Wirtschaftsminister weiter: „Hintergrund unserer Bemühungen um die Stärkung der beruflichen Ausbildung von türkischen Betrieben und Auszubildenden ist der drohende Fachkräftemangel“. Und um diesen zu kompensieren, möchte Pfister nun das „große Potential“ der in Baden-Württemberg lebenden türkischen Jugendlichen anzapfen.
Ausbildung von Türken bei Türken – das ist also das neue Erfolgsmodell für das Erfinder- und Tüftlerland Baden-Württemberg, um dem drohenden wirtschaftlichen Exitus entgegenzuwirken.
128.000 Euro lässt sich das Wirtschaftsministerium diese „Maßnahme“ in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe kosten. Man gönnt sich ja schließlich sonst nichts.
Angesichts einer Verschuldung des Landes Baden-Württemberg in Höhe von fast 46 Milliarden Euro nimmt sich dieser Betrag ohnehin geradezu wie „Peanuts“ aus. 100.000 Euro mehr oder weniger machen den Kohl schließlich auch nicht mehr fett, wird sich Pfister gedacht haben.
Man stelle sich einmal vor, irgendwer erhöbe den Vorschlag, eine gezielte Ausbildungskampagne explizit zugunsten deutscher Schulabgänger bei deutschen Unternehmen im deutschen Fernsehen zu lancieren.
Der Eintrag im nächsten Verfassungsschutzbericht, Rubrik „Rechtsextremismus“, wäre ihm sicher. Aber bei der Förderung des Migrantennachwuchses gelten ja sowieso völlig andere Maßstäbe, das wissen wir nicht erst seit gestern.
Allerdings sollten sich die Damen und Herren in den Amtsstuben dieser Republik, und in diesem Falle speziell in Baden-Württemberg, schon von Zeit zu Zeit einmal ihre eigenen Gesetzestexte durchlesen, bevor sie in ihrem multikulturellen Übereifer übers Ziel hinausschießen. Die von Pfister initiierte Fördermaßnahme im türkischen Fernsehen, verbunden mit dem Aufruf, speziell „jungen Menschen mit Migrationshintergrund“ einen Ausbildungsplatz bereitzustellen, verstößt allem Anschein nach gegen das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“, das ja eben gerade verhindern soll, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft eine Benachteiligung erfahren. Wiederum scheint dieses Gesetz aber nur dann zu greifen, wenn nicht etwa die Volksgruppe der nativen Deutschen einen Nachteil davonträgt, sondern irgendwelche ethnischen Minderheiten, die eigentlich schon lange keine „Minderheiten“ in diesem Land mehr sind. Es ist das alte Spiel: Alle Menschen sind gleich – nur manche sind eben noch gleicher…
Ohnedies dürfte die Maßnahme des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums allerdings nur begrenzt von Erfolg gekrönt sein. Denn die weitaus meisten der von Pfister zitierten 13.000 ausländischen Unternehmen in Baden-Württemberg dürften Betriebe der Gastronomie (also Restaurants und Imbißbuden), sowie Obst- und Gemüseläden sein. Und Betriebe dieser Art stellen traditionell bevorzugt Familienangehörige ein. Ob die 128.000 Euro des Wirtschaftsministeriums also wirklich so gut angelegt sind, darf doch arg bezweifelt werden.
Allerdings hätte die ganze Angelegenheit bei aller berechtigten Kritik auch für deutsche Unternehmen durchaus etwas Gutes: Im Falle eines Gelingens wären deutsche Arbeitgeber nämlich bald schon nicht mehr gezwungen, sich mit minderqualifizierten Jugendlichen aus Vorderasien abzugeben, die die an sie gestellten Anforderungen kaum zu erfüllen vermögen. Schließlich ist auch Herrn Pfister bekannt, daß nur 48% aller ausländischen Jugendlichen überhaupt die Qualifikation für eine Ausbildung mitbringen.
Unser Vorschlag diesbezüglich ist dennoch ein anderer: Wer als Ausländer – egal ob mit oder ohne Ausbildung – länger als drei Monate am Stück arbeitslos ist, der soll das Land verlassen, und zwar möglichst rasch. Wer weiß, vielleicht winkt ihm ja in seiner Heimat eine erfolgreiche berufliche Karriere – zum Beispiel als Viehhüter in der anatolischen Steppe…
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