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17.02.2015

Lesezeit: etwa 7 Minuten

„Kulturkampf um die abendländische Identität“

 

Überfremdung und Islamisierung sind keine Illusion, sondern reale Gefahr!

von Sascha A. Roßmüller
 
Identität* und Kultur* haben, wie sich auch etymologisch eindeutig ableiten lässt, etwas mit gleichen bzw. übereinstimmenden Seinsweisen und einem Lebensausdruck, der geliebt und gepflegt wird zu tun. Dies spiegelt sich im gewachsenen Wertekanon und den überlieferten Traditionen des Gemeinschaftswesens Mensch – „zoon politikon“ nach Aristoteles – wider, mithilfe dessen der Lebensalltag im betreffenden Umfeld bewältigt wird. Da das Kulturvermögen und das sich Wiedererkennen darin als eine Art kollektivem Selbsterkenntnisvermögens geradezu ein Naturmerkmal der Spezies Mensch darstellen, sind die sich jeweilig herausgebildeten gruppenspezifischen Unterschiede im Bereich Religion, gesellschaftliche Struktur, Brauchtum etc. nicht durch „politisch korrekte“ Integrationsbeschwörungen und Toleranzmantras zu nivellieren, zumal wenn Angehörige wenig verwandter Kulturkreise in zahlenmäßiger Größenordnung von erheblicher Relevanz ohne monokulturelles Rückzugsterrain für die Betroffenen ineinander geraten.

Diesbezüglich unterschätzt die etablierte Politik den Problemgehalt der vielfach kapitalistisch induzierten Migrationsszenarien. Die politisch ausgelösten Völkerwanderungsbewegungen führen vom kulturellen Wettbewerb im friedlichen Nebeneinander zu Samuel Huntingtons Dystopie des „Clash of Civilisations“. Viele europäische Staaten liefern ein warnendes Beispiel dafür, dass eine die gesellschaftliche Stabilität gewährleistende homogene bevölkerungspolitische Entwicklung durch zügellose Immigrationstoleranz schweren Schaden nimmt, bis hin zu gewalttätigen Eruptionen. Ebenso zeigt sich auf zunehmend erschreckendere Weise, dass massenhafte kulturpolitische Zwangszusammenführungen, sprich, Überfremdung propagandistisch sinnentstellendem Etikett einer Weltoffenheit zu einer Radikalisierung der sich durch ihren Minderheitenstatus besonders auf ihr kulturell-religiösen Verhaltensmerkmale besinnenden nicht autochthon heimischen Zuwanderungsgruppen führt!

Die Bevölkerungstransfers aus dem afrikanischen Kontinent bzw. dem islamischen Kulturkreis ins abendländische Europa bilden in ihrer Ignoranz humanethologischer Prädispositionen den milieuspezifischen Nährboden für soziale Konfliktsituationen. Die fundamental-islamistischen Terrorakte in Paris sind ein beredtes Beispiel für die Folgen des bevölkerungspolitischen Kardinalfehlers der führenden EU-Staaten von Zuwanderungsforcierung bei gleichzeitigem Geburtenrückgang. Eine Politik, die im heutigen familienpolitisch desolaten, sozialpolitisch prekären, bildungspolitisch versetzungsgefährdeten, wirtschaftspolitisch freihandelsbedrohtem, finanzpolitisch zerrütteten und kulturell nihilistischen Europa noch die Mär verbreitet, der Zuwanderung einen ökonomischen Nutzen zuzuschreiben, obgleich selbige in ideologisch verblendeter Unkontrolliertheit erfolgt, legt Feuer an die Lunte eines gesellschaftlichen Pulverfasses. Und wer die Arbeitnehmerfreizügigkeit mit dem Fachkräfteargument zu rechtfertigen versucht, jedoch branchenspezifische Bedarfsanalysen am Heimatmarkt unterlässt und keinerlei Qualifikationskriterien für Zuwanderer festlegt, betreibt einzig und allein das Geschäft der Überfremdung, darf allerdings keine volkswirtschaftliche Glaubwürdigkeit beanspruchen.
 
Darüber hinaus ist es von blindgängerischer Kurzsichtigkeit, zu glauben, die politischen Sünden im Bereich der Familien- und Bildungspolitik ließen sich durch einen internationalen Fachkräftewettbewerb, insbesondere zu Lasten der ohnehin wirtschaftlich rückständigen Transferempfängerstaaten, ausgleichen. Diese Politik erzeugt eine substanzielle Auszehrung der sogenannten Humanressourcen in den Herkunftsländern und Überfremdung inklusive deren Kollateralschäden in den Zuwanderungsländern: eine eindeutige „loose-loose-Situation“.
 
Es ist geradezu paradox, mit Ländern, die Nettoempfänger von Transferleistungen sind oder Entwicklungshilfe beziehen, in ein gegenseitiges Verhältnis der Arbeitnehmerfreizügigkeit einzutreten und gleichzeitig zu behaupten, ein potentieller Fachkräfteentzug und somit die Perpetuierung des finanzpolitisch zwischenstaatlichen Umverteilungssystems würden zu einer Harmonisierung unterschiedlicher Wirtschaftsräume führen – exakt das Gegenteil wird der Fall sein. So ist nicht allein eine Zuwanderung eines sozialen Prekariats in Form von Wohlstandsflüchtlingen bzw. Wirtschaftsasylanten, wie sie überwiegend erfolgt, abzulehnen, sondern eine übermäßige Facharbeitermigration nicht weniger bedenklich. Insbesondere Deutschland erlebt eine vergleichbar qualitativ sehr belastende Zuwanderung und profitiert mitnichten davon, wie die meisten etablierten Medien wahrheitswidrig durch selektive Auswahl statistischer Daten Glauben machen möchten. Während sich Großbritanniens Premier David Cameron angesichts der Wahlerfolge des Konkurrenten Ukip zunehmend über eine Zuwanderung in die Sozialsysteme beklagt, schweigt man in Deutschland bzw. wird Camerons Haltung zur Belastungsprobe des Verhältnisses zu Merkel, obwohl der Anteil der Migration mit Hochschulabschluss beispielsweise in Deutschland nicht einmal halb so groß wie in Großbritannien ist.
 
Auch wenn es kaum offensichtlicher ins Auge springen könnte, dass eine jährliche Nettozuwanderung in Summe von etwa von einer halben Million Menschen nach Deutschland nicht zu dessen Nutzen sein kann, da auf längere Sicht infolge dessen von diesem Deutschland nicht mehr die Rede sein wird können, da es seiner Deutschen hierfür dann entbehrt, suggeriert das etablierte Medien- und Parteienkartell – selbst unter bruchstückhafter Verzerrung von Studien – einen ökonomischen Vorteil der Migration zu erfinden. Schlechtes Beispiel hierfür, die nahezu quer durch sämtliche Medien- und Nachrichtenkanäle erfolgte Fehlinterpretation der Studie des Arbeitsmarktforschers Holger Bonin, aus der ein mehr oder weniger mathematischer Zwischenschritt herangezogen wurde, um davon zu überzeugen, dass der angebliche Mehrwert der Zuwanderer deren Kosten, die sie verursachten in Deutschland überwiege. Dies widerspricht allerdings nicht nur einer früheren Untersuchung des Ifo – und Max-Planck-Instituts, worauf Prof. H.-W. Sinn jüngst aufmerksam machte, sondern sogar der „Bonin-Studie“ selbst, wenn man diese vollständig zur Kenntnis nimmt. Denn auch der Arbeitsmarktforscher lässt – im Gegensatz zu den Zeitungsmeldungen – darin keinen Zweifel, dass die fiskalische Nettobilanz klar ins Defizit gerät, sobald man auch die allgemeinen Staatsausgaben, wie sie zwangsläufig für jeden im Staatsgebiet residierenden unbestreitbar auch anfallen, mit impliziert. Kosten für öffentliche Administration, Infrastruktur, Polizei oder Rechtssystem etc. müssen bei einer seriösen Kalkulation selbstredend ebenso auf Migranten umgelegt werden.
 
So kam sogar Holger Bonin in der immerhin auf Bertelsmann, sprich eher politisch links stehender Auftraggeberseite, zurückzuführenden Studie letztendlich auf ein durchschnittliches Defizit von jährlich 1800,00 Euro je Migrant. Bezugnehmend auf Ifo-Chef Prof. Sinn kann, insbesondere von der vor allem in Deutschland vorherrschenden Armutsmigration auf ein verstärktes Anwachsen der gesellschaftlichen Einkommensungleichheit gefolgert werden, da im Zusammenhang mit Zuwanderung ein volkswirtschaftliches Fundamentaltheorem besagt, dass bei flexibler Lohnbildung diejenigen Beschäftigten verlieren, die auf dem betreffenden Arbeitsmarkt Leistungen anbieten, welche von den Migranten zu substituieren sind.
 
Es ist ohnehin fraglich, ob ökonomische Aspekte kulturelle Verfremdungen überhaupt rechtfertigen, doch zeigt sich deutlich, dass die Realität den herbeigeredeten ökonomischen Nutzen keineswegs bestätigt. Die Bundesrepublik Deutschland betreibt eine Zuwanderungs- und Asylpolitik, deren hauptsächlicher Effekt die Überfremdung ist. Angesichts seit Jahren steigender Asylbewerberzahlen bis hin zu gegenwärtig etwa 200000 im Jahr muss insbesondere ein Land wie Deutschland mit seiner ohnehin hohen Bevölkerungsdichte auf die Ausweisungspolitik der Nichtaufenthaltsberechtigten achten, da man sich ansonsten nicht über spürbare Protesterscheinungen gegen Missbrauch, Überfremdung und Islamisierung zu wundern braucht. Innerhalb der ersten drei Quartale des vergangenen Jahres wurden von 146500 nach dem Gesetz ausreisepflichtigen Ausländern gerade einmal nur 7548 abgeschoben. Dies sind lediglich knapp über 5 %, und dies trotz des Umstandes, dass die soziale Grundversorgung auch für die abgelehnten Asylbewerber ausbezahlt wird. Es bedarf schon eines ausgeprägten Maßes von Realitätsverweigerung gegenüber den identitären Protestbewegungen angesichts eines beispielsweise 38%-igen Ausländeranteils in München eine Überfremdung oder nur deren potentielle Gefahr in Abrede zu stellen.
 
Nicht anders verhält es sich mit Blick auf Islamisierungsgefahren: Die zehn (!) Hauptherkunftsländer der in Deutschland Asylantrag stellenden Bewerber sind ausnahmslos muslimisch geprägt! In diesem Zusammenhang ist von fast 70 % aller Asylbewerber von 2014, in absoluten Zahlen von 124646 muslimischen Asylbewerbern allein im vergangenen Jahr die Rede. Es ist im Mindesten von hochgradiger Fahrlässigkeit zu sprechen, wenn in diesem Gesamtkomplex seitens der Politik sich dogmatisch geweigert wird, ein schwerwiegendes Problem zu erkennen und stets nur Toleranz abverlangt wird. Dem Wortsinne nach zeigt doch zumindest die Verwendung dieses Terminus an sich bereits, dass von einem wünschenswerten Zustand nicht auszugehen ist, heißt dieses lateinische Lehnwort doch nichts anderes als „erdulden“.
 
Sind aber angebliche Volksvertreter überhaupt noch Vertreter des Volkes, wenn sie sogar zur Erduldung eines genosuizidalen Kulturabriß auffordern? Sollte das europäische Abendland heute den anschwellenden Kulturkampf verweigern, wird damit der Kulturkampf an sich nicht verhindert sein, sondern werden diesen lediglich andere ohne abendländische Beteiligung austragen. Lassen wir einen großen Deutschen und Europäer zu Wort kommen, an dessen Aufgeklärtheit und Weltoffenheit kein Zweifel gehegt werden dürfte.
 
Der bekannte Königsberger Moralphilosoph Immanuel Kant schrieb:
 
„Die Absonderung vieler, voneinander unabhängiger Länder ist besser als ihre Verschmelzung.“
 
Diesen Satz sollte man den europäischen Integrations- und Freizügigkeitspolitikern heutiger Tage ins Stammbuch schreiben.
 
*Identität – lat. „idem“ = das Gleiche, Selbe & Partizip von „esse“ (sein) = ens, entis
*Kultur – Partizip von „colere“ (ehren, pflegen) = cultus

 

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